Vergangene Woche kontaktierte mich ein Kunde, ob ich denn eine Taste “0” für den Commodore 64 liefern könne. Natürlich habe ich ihn auch gleich beraten hinsichtlich nötiger Tastenstempel und -federn, schickte eine ausführliche Einbau-Anleitung und erläuterte die Reparatur. Dem fühlte er sich nicht gewachsen, weshalb er das Gesamtpaket dann auf Ebay verkaufen wollte – ich bat darum, dass er mir den Verkaufslink schickt. Dies tat er auch – Preisvorstellung war absolut in Ordnung für ein ungeprüftes Gerät und so schlug ich also am Freitag zu.

Heute kam das System an, er hatte mich auch noch informiert, dass ich beim Auspacken sorgsam sein soll, weil er mir eine Überraschung dazu gepackt hatte – eine Flasche Spätburgunder aus der schönen Pfalz, damit ich mich an meine alte Wahlheimat Ludwigshafen zurückerinnern kann.

Als wäre das nicht so absolut top gewesen stellte ich dann beim Auspacken fest: Oha? Amiga BTX-Dekoder-Software samt Anleitung noch mit dabei… okay. Eine original C2N-Datasette aus alten PET-Tagen – richtig tolles Teil, aber der Abschuss sollte erst noch folgen.

Nicht nur, dass der Commodore 64 samt Originalverpackung geliefert wurde – mein Bauchgefühl war schon am Freitag ein Gutes – nein, ich sehe auf die Unterseite und bekomme das Brett des Tages: Modell WGA (Erste Baureihe West-Germany), Seriennummer 1985!!!

Und damit ich dann nur noch mit offenem Mund da stand ist die Verpackung ‘matching’, sprich: Sie trägt ebenfalls die Seriennummer 1985.

Die Maschine wurde erst einmal geöffnet, da sie sowieso die Tastenreparatur benötigt, dabei festgestellt, dass die Assy-Nr. 326298 der Hauptplatine ebenfalls in Übereinstimmung mit der Baureihe ist – sprich: Gerät wurde nicht verbastelt und ist tatsächlich im Urzustand, wie damals ausgeliefert.


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